GEFFKEN-MIYAMOTO


Ai Weiwei 艾未未 Art / Architecture

by Thomas Schmidt. Average Reading Time: about 11 minutes.

Das Kunsthaus Bregenz zeigt eine Ausstellung über das architektonische Werk des chinesischen Künstlers, eine Facette, die bisher eher im Schatten seiner künstlerischen Arbeiten stand. Von Architekturmodellen und Kooperationen mit den Schweizer Architekten HHF und Herzog & de Meuron über seine eigenen Bauten und das visionäre Großprojekt Ordos 100 bis zur Dokumentation des abgerissenen Ateliergebäudes in Shanghai – die Arbeiten von Ai Weiwei sind so vielseitig und vielschichtig wie bei kaum einem anderen Künstler.

Starr und stumm stehen sie da. In der obersten Ausstellungshalle des Kunsthauses Bregenz sind acht übergroße Holzkuben gelandet. Als Ensemble haben sie sich akkurat in zwei Reihen aufgestellt und schauen sich mit ihren kreisrunden Öffnungen verschwiegen an. Ein subtiler Dialog weit aufgerissener Münder, staunend, singend – aber nein, es ist still. Walgesang würde vermutlich gut zu dieser Atmosphäre passen. Denn umrahmt von den glatten Betonwänden Peter Zumthors und in helles Licht getaucht schaffen sie – von rotbraun bis goldgelb schimmernd – eine extrem ausgeglichene Stimmung. Ungemein friedlich kommt diese Korrespondenz der ehrwürdigen Holzschränke und den gegossenen massiven Mauern daher.

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Ai Weiwei, „Moon Chest“, 2008, Huanghuali-Holz, 8 Teile, 320 x 160 x 80 cm; Fotos: Markus Tretter (auch Titelfoto); Jeanette Kunsmann (oben mitte); © Ai Weiwei, Kunsthaus Bregenz

„Moon Chest“ hat Ai Weiwei diese Installation genannt, die zuvor schon in dem „Land der aufgehenden Sonne“ zu sehen war. 2008 wurden die hölzernen Hohlkörper für das Mori Art Museum in Tokio ausgestellt – dort jedoch nur in einer Fluchtlinie aufgereiht. Die schrankartigen Kuben sind aus chinesischem Hanghuali-Holz gefertigt, einem sehr wertvollen Hartholz, dass ursprünglich zur Herstellung edler Möbel in der Ming-Dynastie verwendet wurde. Ohne Nägel und Schrauben, sondern nur durch traditionelle Holzverbindungen halten die 3,20 mal 1,60 Meter großen Kuben zusammen. Es sind detailliert ausgearbeitete Plastiken an der Schnittstelle zwischen Architekturmodell und Kunst – zwischen Gebäude, Möbel und Skulptur.

Im Inneren der Hohlkörper entstehen – durch das Zusammenspiel von Raumlicht und den kreisrunden Öffnungen, versetzt an beiden Stirnseiten ausgesägt und eingerahmt – verschiedenste Licht- und Schattenkonstellationen, die sich, steht man direkt vor einer dieser Öffnungen, dem Betrachter je nach Blickwinkel als unterschiedliche Mondphasen offenbaren. Erst diese zweite Ebene der Betrachtung macht die unfunktionalen Schränke zu einem Kunstwerk. Die Kombination übergroßer traditioneller Schrankmöbel mit Edelhölzern aus dem Kaiserreich, die als Ganzes die Mondphasen im Land der aufgehenden Sonne darstellen, lässt etliche Interpretation zu.

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Mit Nacktfotos protestierte Ai Weiwei gegen eine von den chinesischen Behörden geplante Zensur-Software, mit der gegen Seiten mit pornografischem Inhalt vorgegangen werden soll; Foto: blog.aiweiwei.com, © 艾未未; Ai Weiwei 12/21/07, FAKE design, Peking; Foto: blog.aiweiwei.com, © Ai Weiwei (links unten); Ai Weiwei Porträt, 2009 – Spätfolgen von Misshandlungen der chinesischen Polizei zwangen Ai Weiwei im September 2009, sich wegen einer Gehirnblutung operieren zu lassen; Foto: Gao Yuan (rechts unten)

Weiwei heißt doppelte Verneinung

Ai Weiwei ist das, was man ein Multitalent nennt. Sein Werk lässt sich in keine Schubladen sortieren. Der Bildhauer, Konzeptkünstler, Fotograf, Architekt, Performer, Videokünstler, Designer, Blogger und Friseur hat viele Gesichter. Im New York der Achtziger machte er sich vor allem als unschlagbarer Poker- und Blackjack-Spieler einen Namen. „To live without thinking about professions“, hat Ai Weiwei einmal seinen Berufswunsch beschrieben. Doch was lässt einen guten Künstler und Bildhauer zu einem ebenso guten Architekten werden? Sind am Ende nur Maßstab und eine gewisse Ästhetik entscheidend?

„[…] to live without thinking about professions.“

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Ai Weiwei, „See no evil, hear no evil, speak no evil“, 2009; Foto: Sharron Lovell

Ai Weiwei ist mehr als ein chinesischer Gegenwartskünstler – er ist eine Marke, eine Institution, eine Fabrik der freien Meinung und des Widerstands. Weiwei heißt übersetzt soviel wie doppelte Verneinung, sein Name ist Programm. Er hat eine beachtliche Menge an Mitarbeitern und Freunden hinter sich, ist international bekannt und vernetzt und arbeitet nicht nur in China, sondern in der ganzen Welt, vor allem in Europa. Sein Galerist kommt aus der Schweiz, seine Arbeiten wurden in London, Venedig und mehreren deutschen Städten wie zur letzten Documenta in Kassel oder im Münchner Haus der Kunst ausgestellt.

Aktuell sind verschiedenste seiner Werke in Bregenz, Winterthur, Luzern und Duisburg zu sehen. Erst im April wollte er ein Studio in Berlin-Oberschöneweide anmieten, und vor einer Woche hat ihm die UDK eine Gastprofessur in Berlin angeboten.

Architecture is a moral act

Architektur bedeute für ihn neben einer Funktion immer auch eine moralische Handlung, erklärt Ai Weiwei in einem Gespräch mit dem Kunsthistoriker und Kurator Andres Lepik. Jedes Gebäude besetze öffentlichen Raum und nehme damit auch Einfluss auf die Gesellschaft. Kein Wunder also, dass jemand wie Ai Weiwei, der den Begriff der sozialen Plastik in seinen Arbeiten mit einer ungebrochenen Konsequenz fortführt, vor keinem Genre zurückschreckt und alle Werkzeuge für sich erprobt. 1999 begann sein architektonisches Schaffen mit dem Bau seines ersten Studios in Peking. 2011 wurde sein vorerst letztes Bauprojekt, das Ateliergebäude in Shanghai, auf Anordnung der chinesischen Regierung dem Erdboden gleich gemacht.

Meine bisher größte Kunstperformance ist die größte in Chinas Geschichte: die Zerstörung meines Studios in Shanghai.

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Der von Ai Weiwei / FAKE Design entworfene Atelierkomplex in Jiading in Shanghai kurz nach seiner Fertigstellung Ende 2010. Der Bau hatte Ai Weiwei umgerechnet gut 750.000 Euro gekostet; Foto: Courtesy of Ai Weiwei

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Im Januar 2011 wird das Atelier von den chinesichen Behörden abgerissen. Das rund 2000 Quadratmeter große Gebäude stand auf einem Gelände, das Ai Weiwei für 30 Jahre gepachtet hat; Fotos: Courtesy of Ai Weiwei

Im Sommer 2010 wurde der Neubau noch von der Volksrepublik gepusht und finanziert. Kurze Zeit später, im Herbst, wurde der Backsteinbau von den lokalen Behörden als „nicht den Bauvorschriften entsprechend“ deklariert und im Januar 2011 ohne Ankündigung, sprich, ohne Rücksicht auf Verluste, abgerissen. Der erste Schnee fiel und verwischte jegliche Spuren des Ateliergebäudes. Ein trauriges Ende, das Ai Weiwei gefilmt und fotografiert hat. Die Dokumentation dieser tragischen Entwicklung ist nun im Kunsthaus Bregenz zu sehen.

Architekturkooperationen

Auf dem Gebiet der Architektur ist Ai Weiwei Autodidakt, er hat nie Architektur studiert oder eine ähnliche Ausbildung genossen. Daher ist die enge Zusammenarbeit mit Architekten, Ingenieuren und Handwerkern ein entscheidendes Kriterium in der Entwicklung der Bauprojekte. Seine Rolle bei Entwurf und Planung lässt sich dabei kaum definieren – vielleicht ist er eher ein allumfassender Kurator, der, egal welches Werk und Genre, im entsprechenden Entstehungsprozess eine richtungsgebende Idee vertritt. Aus diesem Blickwinkel betrachtet verschmelzen Kunst, Architektur und Politik bei Ai Weiwei zu einem vielschichtigen Gesamtwerk.

Architektur für die Kunst

Zwischen dem ersten Atelierbau, dem „Ai Weiwei Studio“ im Pekinger Vorort Caochangdi, und dem Studio in Shanghai hat Ai Weiwei eine ganze PDF Reihe an Bauprojekten für Künstler und Galerien realisiert. Das erste Atelier plante er zusammen mit der belgischen Architektin Ellen Vertommen und gründete aus diesem Anlass sein Architekturstudio FAKE Design (ein provokantes Wortspiel, da „Fake“ auf Mandarin wie „Fuck“ ausgesprochen wird, im Englischen jedoch „falsch“ bedeutet). Es folgten weitere Ateliergebäude: das Courtyard 105 und 104 in Caochangdi, gebaut 2003 und 2004. Für den befreundeten Fotografen Rong Rong baute Weiwei 2006 das „Three Shadows Photography Art Center“ mit einer Backsteinfassade, die reliefartig die Schatten dreier Bäume abbildet. Das Gebäude erfüllt die Funktion eines Ateliers, während die Fassade durch die Hände des Bildhauers selbst zu einem Kunstwerk geworden ist.

Das Werk ist weniger wichtig, als die Idee und der Weg dahin.

Zusammen mit dem Basler Büro HHF Architekten hat Ai Weiwei weitere Galerie- und Atelier-Gebäude entwickelt, die ebenfalls die klare Handschrift des chinesischen Künstlers tragen, sich aber von den vorherigen Ziegelbauten in Material und Form unterscheiden. Das Galerie-Ensemble „Art Farm“ in Salt Point bei New York (2008) zum Beispiel besteht aus einer vorgefertigten Stahlkonstruktion, die mit einer weißen, gepolsterten PVC-Decke überzogen ist. Aus drei Gebäudevolumen bestehend ist die knapp 380 Quadratmeter große Kunstsammlung auf einem Betonplateau verankert, das dem Geländeverlauf folgt.

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Art Farm (2008) in Salt Lake City von HHF Architekten und Ai Weiwei; Foto: Iwan Baan; Tsai Residence (2005-2008) in Ancram von HHF Architekten und Ai Weiwei (rechts unten); Foto: Nikolas Koenig

Die „Tsai Residenz“ in Ancram bei New York haben Ai Weiwei und HHF ebenfalls 2008 realisiert. Als Wohnhaus für zwei Kunstsammler geplant, haben die Architekten das Ensemble als geometrischen Körper entwickelt. Fast maßstabslos sitzt der mit Wellblech verkleidete Holzständerbau mitten in der Landschaft. Die strenge Formsprache, die Organisation der Räume und die Tageslichtplanung erinnern mehr an eine kleine private Galerie als an ein Wohngebäude.

Die „Five Houses“ sind ebenfalls als Holzkonstruktion aus einem Modulsystem entwickelt, bei dem unterschiedliche Raumeinheiten wie Dominosteine aus einem Stapel gezogen werden. Der bisher noch nicht realisierte Bau ist, ähnlich wie die Schrankkuben des „Moon Chest“, leicht gegeneinander verschoben, so dass sich je nach Perspektive unterschiedlichste Formen ergeben.

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Die ersten Besucher im Nationalstadion, dem Hauptstadion für die Olympischen Spiele, 2008 Peking, China; Foto: Iwan Baan; Wettbewerb 2002, Ausführung 2004 – 2008; Design-Consortium: Herzog & de Meuron, Basel, Schweiz; Ove Arup & Partners Hong Kong Ltd., Kowloon, Hong Kong, China; China Architectural Design & Research Group, Peking, China; in Zusammenarbeit mit Ai Weiwei, Peking, China, Künstlerischer Berater – der chinesische Künstler hat das Stadion nie betreten.

Die Fassade als gebautes Ornament

Ein Höhepunkt seines architektonischen Schaffens ist das Olympische Nationalstadion in Peking. Hier hat Ai Weiwei die Schweizer Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron bei der Konstruktion der Fassade beraten – eine wilde, chaotische Struktur, der die Ikone ihren Beinamen „Vogelnest“ verdankt. Wie ein künstlicher Wald ist dieses aus Stahlbeton gebaute Ornament mit dem Gebäude verwachsen. Struktur und Hülle sind identisch. Hinter dieser scheinbar zufällig entstandenen Fassadenskulptur steckt mehr Berechnung und Planung als zunächst vermutet. Die Knoten der schräg laufenden Stützen, Balken und Treppenelemente sind ein Kunstwerk für sich.

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Die Modelle zum Nationalstadion im Kunsthaus Bregenz; Foto: Markus Tretter (oben); Foto: Jeanette Kunsmann (unten)

Nach der Eröffnung der Olympischen Spiele im Sommer 2008 gab Ai Weiwei seinen Austritt aus der Architektenzunft bekannt. Er wolle nicht mehr als Architekt arbeiten, keine Gebäude mehr planen oder Masterpläne für neue Stadtquartiere entwickeln.

Ai Weiwei war an einem Punkt angelangt, an dem er sich mehr und mehr als Künstler verstanden wissen wollte. Das Nationalstadion hat er seit seiner Fertigstellung übrigens nie betreten.

Architekturvisionen

Ebenfalls mit Herzog & de Meuron hat Ai Weiwei die Planung für das Villensiedlungsprojekt Ordos 100 kuratiert. Mitten in der mongolischen Wüste sollte im Zuge der Stadtplanung Ordos Cultural Creative Industry Park (OCCIP) in der chinesischen Provinz Ordos eine Collage aus kühnen Entwürfen für Einfamilienhäuser entstehen, für die vor drei Jahren 100 Architekten eingeladen wurden.

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Ai Weiwei hat für die Ausstellung im Kunsthaus Bregenz ein übergroßes Holzmodell der Planung „Ordos 100“ aus Pinienholz anfertigen lassen, das alle 100 Villenentwürfe vereint; Foto: Markus Tretter

Die stolze Liste der beteiligten Architekten liest sich wie das Who is Who der aktuellen internationalen Gestalterszene: Neben HHF finden sich namhafte Architekten wie Christ & Gantenbein, Preston Scott Cohen, Tatiana Bilbao und Sou Fujimoto, Dellekamp Arquitectos, Bas Princen, Julien de Smedt, Miller und Maranta, NL Architects, R&Sie(n) und Manuel Herz. Lässt sich diese Masse an Ideen in einen Zoo zeitgenössischer Architektur sperren?

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Die Ordos-100-Architekten vor dem Gesamtplan für das Projekt ORDOS 100 …

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…und in den Dünen auf der Suche nach den ihnen zugeteilten Parzellen; Fotos: Courtesy of Ai Weiwei

Im Kunsthaus Bregenz zeigt ein raumfüllendes Modell in der zweiten Etage das gesamte Areal mit den 100 unterschiedlichen Entwürfen. Es riecht nach Pinienholz und Leim. Von chinesischen Handwerkern gefertigt, zeigt sich das massive Modell als Skulptur, welche die kuratorische Gesamtidee von Ordos 100 präsentiert.

Die einzelnen Villenentwürfe treten in einen Dialog und ergeben eine Spielwiese der Formen, Geometrien und Kubaturen. Würde das Modell etwas höher stehen, könnte es vielleicht an einen Spieltisch im Casino erinnern, auf dem sich die Jetons stapeln. Zwischen Vision und Realität lässt sich nicht nur im Casino, sondern auch in der Stadtplanung manchmal nur schwer unterscheiden. Das Projekt Ordos 100 liegt offiziell auf Eis und wird nicht realisiert.

Ai Weiwei Art Architecture

Beeinflusst von Architekten wie Shigeru Ban und Louis Kahn lassen sich die Bauprojekte Ai Weiweis vielleicht als vernakuläre Architektur beschreiben. Aus lokalen Ressourcen und mit Hilfe traditioneller Konstruktionstechniken gebaut, entstehen solche Gebäude in der Regel ohne Architekten, jedoch aus bisher gesammelten Erfahrungen und Überlieferungen. Ähnlich ist es bei den Bauten von Ai Weiwei. Einfache gestalterische Grundprinzipien sowie eine schnelle und günstige Realisierung stehen neben einer intuitiv entwickelten Ästhetik im Vordergrund. Seine Architektur ist ein klares Gegenbild zu der gesichtslosen Baupolitik Chinas.

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„Three Shadows Photography Art Centre“ und „Red Brick Art Galleries“ in Caochangdi im Chaoyang Art District; Fotos: Monica Tan

Doch sieht Ai Weiwei seine Architektur auch nicht als gebaute Skulptur. Weder hochwertig noch detailliert in der Ausführung lassen sich seine Bauten kaum mit der Qualität seiner Kunstprojekte vergleichen. Sie erfüllen eine Funktion und transportieren eine Botschaft – ähnlich wie sein Blog.

Diesen beschreibt er auf der einen Seite als soziale Skulptur, auf der anderen Seite aber auch als persönliche Skizze, als eine moderne Form der klassischen Zeichnung. Jedes Wort wird Teil seiner Kunst. Ai Weiwei schreibt viel, fotografiert und dokumentiert seine Umwelt. Aus diesen Fragmenten baut er neue Ideen und neue Werke. Sprache sei Architektur, hat er einmal gesagt. Letztendlich sind eben alle Künste ein Ausdrucksmittel. Auch bei Ai Weiwei.

Autor/-in: Jeanette Kunsmann für die BauNetzWoche # 231.

Ai Weiwei 艾未未 Art / Architecture“ ist noch bis zum 16. Oktober 2011 im Kunsthaus Bregenz zu sehen. Der Katalog zur Ausstellung ist im August erschienen.

Verfügbare Downloads: PDF Einladungsheft der Ausstellung, die offizielle PDF Presseinformation zur Ausstellung; sowie ein im Rahmen der Reihe „archithese“ erschienener Aufsatz zu PDF Ai Weiwei und Caochangdi.

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