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Künstler?! – 50 ultimative Tipps, wie man berühmt wird (IV)

by Oliver Geffken. Average Reading Time: almost 13 minutes.

Vorab: Haben Sie so wenig Sex wie möglich! Der Spitzenreiter unter unseren Ratschlägen sei an dieser Stelle für die eiligen Leser (hier direkt zum Ruhm) vorweg genommen. Im ersten Teil dieser Reihe haben wir versucht, aus Worten großer Künstler Eigenschaften zu extrahieren, die den Künstlertypus auf den Punkt bringen. Nun ist es aber leider so, dass diese Worte wohl überlegt und formuliert sind und wir davon ausgehen müssen, dass sie eher einer idealistischen Wunschvorstellung als der nackten Wahrheit genügen. Denn poetische Vorstellungen vom Künstler als „Zeiger des Universums“ oder dem „Priester des Ewigen“, der „den Blick auf die subjektiven Landschaften seiner Seele“ wendet, und dessen „Sinnlichkeit bis in die Fingerspitzen“ reicht, der „von seinem Werk besessen, dabei naiv und unbewußt seiner Schöpferkraft anheimgegeben“ ist, entsprechen zugegebenermaßen nicht mehr dem Anspruch und Ausdruck eines zeitgenössisches Nachwuchskünstlers.


Shortcut zu den 50 ultimativen Tipps, wie man als Künstler berühmt wird
für Rationale & kühl Kalkulierende
für Eloquente & Extrovertierte
für Emsige & Tiefgründige

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Dan Colen, “Rama Lama” & “Ding Dong”, 2010, Nieten-Lederjacken für das “Sisley Art Project” in dessen Rahmen 18 Jacken von Künstlern bearbeitet, auf der Milan Fashion Week vorgestellt und zugunsten des Andy Warhol Museums versteigert wurden; © Dan Colen, New York; Foto: Sisley

Dennoch seien die Eigenschaften, die dem Künstler mit feinsinnigen und bilderreichen Worten zugeschrieben werden, an dieser Stelle noch einmal wiederholt – um zum Künstler zu werden, braucht der Mensch:

  1. die Fähigkeit, sich von gängigen Konventionen abzuheben,
  2. einen gut ausgeprägten Sinn für Schönheit und Ästhetik,
  3. ein Gespür für moralisches Verhalten,
  4. eine solide, handwerkliche Ausbildung sowie
  5. die Fähigkeit zur Konzentration.

Diese Fertigkeiten irgendwann sein eigen zu nennen, ist meistens das Ergebnis eines langen, manchmal schmerzhaften Entwicklungsprozesses, der häufig über viele Umwege führt, deren Tragweiten allerdings oft erst im Nachhinein bewusst werden.

Herkunft, Handwerk & Herz

Im zweiten Teil unserer Reihe haben sich mit der Beschäftigung der wichtigsten zeitgenössischen Künstler aus dem Jahr 2007 einige interessante Befunde gezeigt, die daraufhin deuten, was für eine künstlerische Karriere von Belang sein kann.

Die Herkunft der Künstler betrachtend, hat gezeigt, dass sowohl die USA, vertreten durch Prince, Koons, Baldessari und Nauman als auch Deutschland, mit den Künstlern Genzken, Richter und Tillmans eine einflussreiche Rolle spielen. Welche Bedeutung hat der soziale, politische und ökonomische Rahmen? Die USA, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, der einst Gläser spülenden Stilikonen und Megastars, der Beat-Generation und der Pop-Art mit seiner stark konsumorientierten Gesellschaft haben die Künstler insoweit beeinflusst, als alle dezidiert gesellschafts- und konsumkritisch arbeiten.

Der Warhol’sche Einfluss ist nicht zu leugnen. Besonders bei Prince, Koons und Baldessari werden zu Ikonen aufgestiegene Konsumobjekte des alltäglichen Gebrauchs collagiert, überspitzt und damit konterkariert. Vor allem Jeff Koons und Bruce Nauman setzen auf Verstörung und Konfrontation und stellen die Wahrnehmung des amerikanischen Individuums, geprägt vom hegemonialen und selbstherrlichen Auftreten des „god’s country“, auf eine harte Probe.

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Bruce Nauman, „Mean Clown Welcome“, 1985, Leuchtröhren auf Metallpaltte, 182.8 x 208.2 x 33.1 cm; falls nicht anders gekennzeichnet © Bruce Nauman/Artists Rights Society (ARS), New York; Sammlung Udo & Annette Brandhorst, Foto: Rsepulveda/flickr

In Deutschland, einige Jahrhunderte lang nachhaltig von einer prächtigen kulturellen Landschaft in Literatur, Philosophie und Kunst geprägt, interessieren sich Gerhard Richter und Wolfgang Tillmans für die leisen Töne, für die ästhetischen Aspekte der Kunst, hier der Malerei und Fotografie. Bemerkenswert ist auch, dass alle drei Deutschen der Düsseldorfer Kunstakademie verhaftet sind, der Beuys einen wohl auch in Zukunft nicht zu verwischenden Stempel aufgedrückt hat – vor allem Genzken beruft sich mit einem Hang zur Anarchie auf ihn. Der Ort, an dem man aufwächst, der einen mit seiner Atmosphäre umfängt und beeinflusst als auch die Institution, an der man seine Ausbildung erhält, spielen eine wesentliche Rolle.

Neun von zehn der wichtigsten zeitgenössischen Künstler haben ihr Handwerk und ihre Kenntnisse an Hochschulen oder Kunstschulen erworben. Diese Ausbildung öffnet das heilige Tor zur Kunst als gleichermaßen abgeschlossenem als auch Impulse aus anderen Bereichen aufnehmendem Kosmos’ und führt ebenso auch an das Handwerk heran. Das mit verschiedenen Techniken Bekannt- und Vertrautmachen unterstützt die Suche nach dem individuell geeigneten Medium. Denn für die Kunst ganz besonders gilt: „Der Weg ist das Ziel“, und so sind auch die meisten Künstler in kleinen Schritten dem großen Erfolg entgegen getreten. In der jüngeren Vergangenheit haben sich vor allem Installationen und Fotografie durchgesetzt, was nicht bedeutet, dass diese Formen automatisch Erfolg versprechen. Wichtig ist nur, dass diese Ausdrucksform authentisch ist. Authentizität gewinnt man auch mit dem, was man mitzuteilen hat. Diese Botschaft muss aus dem Innersten selbst kommen, um zu überzeugen und andere Menschen aufzurütteln oder zu berühren. Und zuletzt:

Kunst ist Tat!

Der größte künstlerische Täter der Moderne ist sicherlich Pablo Picasso mit geschätzten 37.000 Werken. Auch der Österreicher Gustav Klimt sowie die Franzosen Claude Monet, Zugpferd des Impressionismus, und Edgar Degas als auch Vincent van Gogh haben ein beachtliches Werk hinterlassen. Wie auch bei den zeitgenössischen Künstlern, lässt sich bei den alten Meistern ein Zentrum ausmachen – Paris. Diese Stadt hat nicht nur einen Teil der teuersten Künstler der Welt als Lebensmittelpunkt inspiriert, sie war auch oft Zentrum der Ausstellungen dieser Künstler. Viele dieser zehn teuersten Künstler haben nicht nur durch ihre Kunst, sondern auch durch ihre vielschichtigen Charaktere und ihren Lebensstil Aufmerksamkeit geschaffen und damit den eigenen Mythos befeuert.

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© Love Is the Devil, 1998; © Klimt the Movie, 2006; © Surviving Picasso, 1996

Um sich ein Bild einiger dieser Künstler zu machen, seien an dieser Stelle drei Filme empfohlen. Der einzigartige Schauspielkünstler John Malkovich mimt in einem Biopic den Österreicher Klimt im gleichnamigen Film von 2006. Daniel Craig spielt 1998 in „Love is the Devil“ den Liebhaber des Iren Francis Bacon. Anthony Hopkins verkörpert (!) in einem Film von 1996 den sondergleichen Spanier (Originaltitel: „Surviving Picasso“), der vor allem die Persönlichkeit des Jahrhundertgenies in den Fokus nimmt.

Die Auseinandersetzung mit diesen Künstlern zeigt die nicht zu leugnende Schubkraft einer lebendigen, leidenschaftlichen Persönlichkeit als Basis für die Fähigkeit und vor allem auch den Willen, gestalterisch tätig zu sein. Leider ist noch ein weiterer Punkt wesentlich: Vincent van Gogh ist ein Beispiel dafür, wie ein Künstler nach seinem Tod durch einen Kunstkritiker mit geschickten Marketingstrategien stilisiert und auf den Thron der Ewiglichen gehoben werden kann.

Die Konstruktion von Image

Die Soziologen Jörg Rössel und Jens Beckert haben in einer Studie über den Zusammenhang von Kunst und Preisen 2004 ebenfalls festgestellt; dass

„kunstinterne Bewertungen und Aktivitäten … die Reputation und die öffentliche Wahrnehmung eines Künstlers ermöglichen und konstruieren“

und eben dieses Image für die Preisbestimmung von immanenter Bedeutung ist. So könnten einerseits lediglich zwei Regeln für den zukünftig erfolgreichen Künstler lauten:

„Suchen Sie sich einen klugen Galeristen und steigern Sie Ihre öffentliche Wahrnehmung!“

Was einfach klingt, gestaltet sich in der Praxis etwas schwieriger. Der Evaluierungswahn deutscher Universitäten ist leider noch nicht in den Kunstmarkt geschwappt. Und um in einer Social-Media-dominierten Welt noch Gehör zu finden, muss man viele F-R-E-U-N-D-E (s. auch Web 2.0 Suicide Machine) haben. Gemäß der Vielgestaltigkeit der zeitgenössischen Kunst und ihren unterschiedlichen Motiven lässt sich ebenso eine Mannigfaltigkeit von Ideen, die eigene Berühmtheit zu steigern und damit erfolgreich zu werden, präsentieren.

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John Baldessari, „Tips for Artists Who Want to Sell“, 1966–1968; falls nicht anders gekennzeichnet © John Baldessari The Broad Art Foundation, Santa Monica; Foto: C-M/flickr

Gemäß der Herangehensweise an die Kunst selbst, kann sich jeder Künstler diejenigen Hinweise und Ratschläge heraussuchen und mit ihnen experimentieren, bis er (oder sie) die richtige Mischung für sich gefunden hat. Die folgenden Ratschläge stammen von Künstlern selber (s.o. „Tips for Artists Who Want to Sell“ von John Baldessari), von renommierten Wochenzeitungen oder Zeitschriften wie der ZEIT, dem ART Magazin, dem Mode- und Kunstmagazin sleek als auch von einem an Kunst interessierten Laien und Schriftsteller.

Für Rationale & kühl Kalkulierende:

Die politische und sozio-ökonomische Annäherung an den Erfolg

Gemäß dem Motto „Wer mit 20 Jahren kein Kommunist ist, hat kein Herz. Wer mit 30 Jahren noch Kommunist ist, hat keinen Verstand“ (Winston Churchill), lautet die Empfehlung, sich der Demokratie zu verpflichten und diesen politischen Impetus auch in die Kunst fließen zu lassen (beispielsweise durch Streetart), wenn man berühmt geworden ist, sich bis dahin allerdings als Anarchist zu produzieren (beispielsweise durch Streetart). Auf jeden Fall gilt: Seien Sie politisch (Banksy, Staeck, Baumgärtel)!

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Banksy benutzt die unverkennbare Bildsprache von Andy Warhol in seinem 2005 entstandenen Porträt von Mode-, Lifestyle- und Partyikone „Kate Moss (Yellow)“

Hinsichtlich der ökonomischen Dimension gibt es zwei wichtige Hinweise: Achten Sie auf ein wohlhabendes Elternhaus (bzw. lassen Sie sich adoptieren oder heiraten Sie mit Bedacht) und verkaufen Sie Ihre Produkte, sofern Sie noch keinen Galeristen haben, zu Schleuderpreisen, weil dies Ihre unwiderlegbare Coolness demonstriert: And … cool sells! Und seien Sie nicht nur cool, sondern auch mit Weitblick bewaffnet: Schützen Sie rechtzeitig Ihr Copyright. Wenn Sie Ihr Geld schon nicht mit dem Verkauf Ihrer Kunst machen können, verklagen Sie eifrige Diebe geistiger Güter. (Achtung: Politiker zu imitieren, bedeutet trotz allerlei anderslautender Unkenrufe nicht, politisch zu sein!).

Für Eloquente & Extrovertierte:

Die psychologische Herangehensweise, um berühmt zu werden

Brainwash yourself: Verdrusseln Sie Ihren Idealismus in den Tiefen Ihres Hirns! Der Kunstmarkt generiert sich fast ausschließlich aus dubiosen Geschäftspraktiken. Sobald Sie diese internalisiert haben, fahren Sie fort: Gehen Sie auf jede Vernissage und drängen Sie jedem als allererstes die Information auf, dass Sie Künstler sind. Versichern Sie Ihrem Monologpartner im zweiten Schritt, dass Sie keine Lust haben, über sich zu reden und reden Sie von nichts (nichts) anderem. Verzichten Sie, wenn Sie männlich sind, niemals auf die Stereotypen der Männlichkeit (dominant! aggressiv! kräftig! unmanierlich! stilwidrig! ungepflegt!) – im Gegenteil: kultivieren Sie sie. Machen Sie, wenn Sie weiblich sind, Ihr Geschlecht ohne Ausnahme und immerfort zum Hauptthema.

Abonnieren Sie EMMA und tragen Sie sie stets gut sichtbar bei sich (im Notfall können Sie sie zusammen gerollt auch als Waffe nutzen). Experimentieren Sie mit Drogen und tun Sie dies schamlos kund (Cocteau, Modigliani, van Gogh, Picasso, Kirchner). Beteiligen Sie sich gleichzeitig öffentlichkeitswirksam an No-Drugs-Kampagnen. Feuern Sie permanent die Namen wohl bekannter Künstler ab und tun Sie so, als wären Sie ihre engsten Buddies und Inspirationsquelle (unsere Empfehlung: Richter, Rauch, Kiefer).

Wenn Sie dann populär geworden sind: Nehmen Sie diese Namen nie wieder in den Mund, denken Sie sie nicht einmal. Behaupten Sie weiterhin, an der Etablierung einer bestimmten Schule beteiligt gewesen zu sein und scheuen Sie anschließend jeden Kontakt zu dieser Szene. Seien Sie Ihr eigener Protagonist (Sherman), machen Sie sich selbst zum Hauptdarsteller Ihrer Installationen, Videos, Fotografien und Malerei, bewahren Sie sich aber dennoch eine mystische Aura, hüten Sie das Geheimnisvolle (nehmen Sie sich ein Beispiel an Miranda July).

Üben Sie sich in lässiger Selbsterkenntnis. Sterben Sie berühmt und preisgekrönt oder verschwinden Sie auf Nimmerwiedersehen (für diejenigen, die nach kurzer Zeit an dieser Maßnahme Zweifel hegen, empfehlen wir die Beschäftigung mit dem Mythos Bobby Ewing). Minimieren Sie Ihr Vokabular, sprechen Sie nur in Phrasen, strapazieren Sie einige, prägnante Leitworte. Lassen Sie sich hierbei beispielsweise von John Baldessari inspirieren: „Terms Most Useful in Describing Creative Works of Art“ (1966-68). Das allerwichtigste, um Ruhm und Bedeutung und damit verknüpft Erfolg zu erlangen, ist die Pflege einer Aura von Verdrießlichkeit und Geltungssucht, die sich am allerbesten mit einem kultivieren lässt: Haben Sie so wenig Sex wie möglich!

Für Emsige & Tiefgründige:

Die inhaltliche Strategie zum Erfolg

Für die besonders fleißigen Arbeitsbienen, die sich weder für Politik interessieren, noch für sich selbst, die Vernissagen scheuen wie der Bahnchef die S-Bahn und für die Sex noch die einzige kostenfreie Vergnügung ist, die das Dasein erhellt, gibt es eine Reihe von Vorschlägen inhaltlicher Art, mit der sich die Berühmtheit langsam voranbringen lässt. Der erste Vorschlag stammt von Steve Martin (formally known as pink panther) aus seinem neuen Buch „The Object of Beauty“: Mit dem Aufhängen erfolgreicher Kunst kann man sich finanziell erstmal über das Schlimmste hinwegretten. Vielleicht greift die heilige Aura der Bilder über? Zweitens: Lernen Sie Kunstvokabeln (z. B. die von Baldessari). Martin empfiehlt die möglichst häufige Nutzung von „schön, außergewöhnlich, erlesen, heiter, exquisit und wichtig“. Vergessen Sie zudem alles außerhalb der Kunst, konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche, strapazieren Sie Ihre grauen Zellen nicht über, ihre Aktivität könnte sonst einen plötzlichen Inspirationsschub untergraben.

„Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“

Karl Valentin

Wenn Sie gerade unter einem akuten Mangel desselbigen leiden, halten Sie sich an folgende Regeln. Junge Frauen und Männer gehen besser als alte, das gilt selbstverständlich ganz besonders für die Fotografie und die Begleitung auf Ausstellungseröffnungen. Machen Sie Kinderkacke, produzieren Sie „krasses Zeug“ (wie Hirst), „schlaues Zeug“ (wie Baldessari) oder Pornographisches (Koons). Machen Sie abscheuliche Kunst (McCarthy’s „Complex Shit“)! Die meisten Sammler lieben nämlich irgendwann jene Kunst, die sie ewig verachtet haben.

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Paul McCarthy, “Complex Shit”, 2008, © Paul McCarthy – mit freundlicher Genehmigung des Zentrum Paul Klee

Ziehen Sie helle dunklen Farben vor. Beschränken Sie sich auf die Themen, die immer gehen: Madonna mit Kind, Landschaften, Blumen, Nackte, abstrakte und surrealistische Kunst. Entscheiden Sie sich: Explizieren Sie entweder ALLES, was sie tun ODER NICHTS. Fechten Sie auf jeden Fall Ihre eigenen Arbeiten an und nageln Sie sich niemals fest (Sie wissen doch: kein Sex!). Liebkosen und gestalten Sie das Alltägliche und zeigen Sie sich gleichzeitig von Ihrer ökologischen Seite: Nutzen Sie Alltagsgegenstände und Konsumobjekte als Material und (das ist das allerwichtigste): Wählen Sie das größtmögliche Format.

Ganz im Ernst:

Vergessen Sie Ratschläge – vertrauen Sie Ihrem Instinkt!

Wozu sind Sie ein Künstler? Wenn Sie erfolgreich oder berühmt werden wollen, studieren Sie Wirtschaft oder Jura, ökonomisieren Sie Ihren Geist oder gehen Sie zu DSDS, GNTM oder tvtnsfdwadkhuwgnemkakvanbüdlzt. Wenn Sie ein Künstler sind und daran nichts zu ändern ist: Machen Sie weiter! Haben Sie Spaß daran! Genießen Sie die Fülle und Inspiration des Schaffensprozesses, folgen Sie Ihren Gedankengängen in die Weiten der Unendlichkeit und danken Sie Gott für Ihr Talent! Kunst ist die Ausgeburt der ausgestalteten Intuition, Kunst ist das Abbild des Dazwischen. Geld macht nicht glücklich, Kunst schon.

Autor/-in: Inga Ganzer
Urheberrechts-/Hinweis für gewerbliche Verlage – Verwendung von Textteilen, Zitaten, oder Passsagen dieses Textes nur mit schriftlicher Genehmigung des Autors/der Autorin.

Quellen:
– „22 Wahrheiten über den Kunstmarkt“, Tobias Timm, ZEIT 02/2011
– „Tips for Artists Who Want to Sell“, John Baldessari 1996/68
– “Tolle Ideen für Künstler”, art Das Kunstmagazin 08/2010
– „Erfolg – wie geht das?“, Hanno Rauterberg, ZEIT 11/2010
– „The hardest job requirements in art and fashion“, sleek magazine #28 2010/11

Soviel für heute – Kritik, Fragen, Tips und Tricks von Euch, bitte wie gehabt mit kurzer via @geffkenmiyamoto Danke.

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2 comments on ‘Künstler?! – 50 ultimative Tipps, wie man berühmt wird (IV)’

  1. Tja wenn alles so leicht wäre.!

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